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Jan
08
Posted by Klaus at 10:20 pm

Mal wieder höchste Zeit einfach nur für ein paar Fotos, ohne langatmigen Erklärungen dazu! ;)

Zwei Impressionen aus der verschneiten Lobau:

Lobau / Wien

Lobau / Wien

Hier ein Beispiel, dass es nicht immer das sündteure Equipment sein muss. Bei diesem Stadtspaziergang hatte ich nur mein iPhone dabei, das für diese Schnappschüsse allemal reichte! (Wenngleich die Kamera im iPhone wirklich nicht besonders gut ist…)

Gleise der U4

Zu guter Letzt noch zwei Aufnahmen von heute aus der Wiener Innenstadt, konkret am Graben. Grad zu diesem Zeitpunkt setzten die heftigeren Schneefälle ein… eigentlich wollte ich noch mehr Aufnahmen in der Stadt machen, allerdings waren mir Fotos von “Wien im Gatsch” letztlich doch nicht das Risiko wert, dass meine Kamera Schaden nimmt…

Am Graben Weihnachtsbeleuchtung I

Zu den beiden letzten Fotos gibt es noch eine kleine Geschichte: Ich war grad dabei, mein Stativ aufzubauen, geschützt vor den Schneefällen unter einer Bauabdeckung, als mich ein italienischer Tourist ansprach. Wobei “ansprach” fast übertrieben ist, er sagte nur “photo, please?”, und hielt mir seine Kamera entgegen. Damit war ja aber auch wirklich alles notwendige geklärt – gerne doch, bin doch ein hilfsbereiter Wiener! :)

Ich schaute mir die Kamera nicht sehr genau an, doch es war auf dejn ersten Blick eindeutig eine Canon SLR der 4xx-Klasse – die haben ja (anders als bei den “Profi”-Geräten, die sich mit sowas ja nicht mehr “abgeben”) noch einen eingebauten Blitz. (Ich werde nie verstehen, warum eingebaute Blitze in den Top-Modellen, die ein X-faches der Consumergeräte kosten, so verpönt sind, aber bitte. Hat wohl die gleiche Logik wie Korken in Weinflaschen – erwiesener Maßen nicht ideal für die Lagerung, aber trotzdem kaum umzubringen. However…). Ich achtete gar nicht erst auf die Einstellungen, sondern wartete, bis die italienische Family versammelt war, wählte einen aus meiner Sicht hübschlichen Bildausschnitt, und drückte ab. Meine Erwartung: Ein dunkles irgendwas, auf dem man fast nichts erkennen konnte – wie denn auch mit dem Mini-Blitz, und einer Kamera, die wohl auf Automatik gestellt war. Ich hätte dann artig gefragt, ob ich denn die Kameraeinstellungen ein wenig verändern darf. Doch weit gefehlt, das Foto erschien im Display gut belichtet – die Familie im Vordergrund war vom kleinen Blitz ausreichend ausgeleuchtet, und auch der Hintergrund war nicht im Dunkeln abgesoffen. Auf den ersten Blick ein eigentlich perfektes Foto. Wir machten sicherheitshalber noch ein Zweites, er schaute sich dann das Ergebnis im Display an, ich bekam ein “Mille Grazie!”, und alle waren wir happy!

Meine beiden Aufnahmen (die zwei besten aus der Serie von rund 20 Bildern) entstanden auf ganz andere Art: Ohne Blitz (klar, ich wollte ja auch keine Leute im Vordergrund fotografieren), dafür am Stativ und mit langer Belichtungszeit. Die lange Belichtung wollte ich ganz bewusst einsetzen, um die sich bewegenden Personen möglichst verschwimmen zu lassen, und somit im Idealfall nur noch die “statischen” Objekte auf den Fotos zu sehen – eine grundsätzlich ganz gute Vorgangsweise für solche Aufnahmen.

In diesen Fällen war er aber nicht die ideale Entscheidung. Um die lange Belichtung zu erreichen, musste ich letztlich mit den ISO bis auf 50 runter gehen, und die Blende auf 10 bis 13(!) einstellen. Und was sich bewegte waren nur einige, aber nicht alle Passanten, dafür aber die Beleuchtung im Wind!

Resultat: Die einzelnen Lichter der “Kronleuchter” sind verwackelt, und erscheinen dadurch vor allem im hinteren Bereich fast eher als Fläche, statt als einzelne Lampen. Dafür sind einige Personen zwar wie gewünscht nur als “Schatten” sichtbar, bei vielen anderen, die nur herumstanden, hat das aber freilich gar nichts gebracht.

Im Grunde ärgere ich mich nun ein wenig über mich selbst, und die Quintessenz aus dieser Geschichte lautet für mich: Manchmal hat man eine feste Vorstellung, wie etwas ablaufen sollte. Das ist gut und wichtig für die Planung, vor allem wenn ich z.B. ein Portraitshootings denke. Mit “Komm mal, und wir machen dann halt ein paar Fotos” ohne jedem Plan dahinter wird die Chance für zufriedenstellende Fotos wohl sehr gering sein. Im Gegenzug sollte man sich aber die Flexibilität bewahren, die Situation dann im Zuge der Umsetzung auf Grund der nun klar ersichtlichen Gegebenheiten neu zu beurteilen, und die geplante Vorgehensweise entsprechend zu adaptieren -was im Extremfall auch einen völligen Bruch mit der ursprünglich geplanten Umsetzung bedeuten kann!

Im konkreten Fall wären die Ergebnisse wohl besser gewesen, wäre ich lieber auf 400 oder 800 ISO raufgegangen, die Blende etwas weiter geöffnet, und hätte dadurch erheblich kürzer belichtet! Mal sehen, vielleicht geht es sich aus, und ich kann die Aufnahmen dieses Wochenende wiederholen, sofern die Beleuchtung da nicht bereits entfernt wurde… falls ich das schaffe, werde ich die Ergebnisse zum Vergleich natürlich hier präsentieren!

Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen: Es hat wirklich ziemlich heftig geschneit, mir war kalt in den Fingern, da ich die Kamera nicht mit Handschuhen bedienen kann, und überhaupt… Aber wem will ich denn hier was einreden!? ;)

 

Dez
10
Posted by Klaus at 8:59 pm

Nachdem ich nunmehr die Freigabe für die Veröffentlichung einiger der Fotos von der armen, schwer gestressten jungen Mama bekommen habe (nochmal DANKE dafür! :) ) ist die “Portrait”-Gallerie nunmehr eröffnet mit Fotos von Babsi Babybauch!

Die Aufnahmen enstanden vor einigen Wochen in meinem Heimstudio (von welchem es übrigens bald Fotos geben wird, damit künftige Models sich was darunter vorstellen können), und haben uns allen viel Spaß gemacht. Für Babsi natürlich mit der Einschränkung, dass es schon recht anstrengend für sie war… vor allem für die Fotos, bei denen wir uns darauf geeinigt haben, dass sie lieber unter Verschluss bleiben… ;)

Mehr Fotos gibt’s hier:

 

 

Aug
10
Posted by Klaus at 9:47 pm

Noch schnell, bevor der Sommer schon wieder vorbei ist: Ein paar Fotos, welche quasi den Sommer auf meiner Terrasse symbolisieren – und bei denen in erster Linie mein Makro zum Einsatz kam:

Der blühende Flieder hat Schmetterlinge zu mir gelockt. Ich finde das wirklich faszinierend: Mitten in der Stadt, ein paar Blüten auf einer Dachterrasse locken mit ihrem Duft 5(!) Schmetterlinge an, die tagelang(!) bei mir verweilt sind, und sich hier gelabt haben. Wo waren die vorher? Was hätten sie gemacht, wenn ich heuer keinen Flieder eingetopft hätte? Fragen über Fragen… ;-)

Schmetterling I

Schmetterling II

Schmetterling III

Schmetterling IV

Alle Aufnahmen entstanden mit meinem Canon 100mm 2.8 Makro ohne Blitz bei ISO 400. Ein Tipp für eigene Schmetterlingsaufnahmen: Ich hab nach einigem Rumprobieren rausgefunden, dass sie blitzschnell verschwinden, wenn man sich ihnen nähert – sie dann aber recht bald zurückkehren, und auch bleiben. Offenbar nehmen sie einen Menschen nicht als (potentiell gefährliches) Lebewesen wahr, sondern flüchten nur vor Bewegung. Wenn man aber schon vorher dort war, und sich dann ganz langsam bewegt, kommt man schon sehr nah an sie ran.

Um gleich bei Makroaufnahmen zu bleiben: Allgemein als eher unangenehme Plagegeister empfunden sind an 2. Stelle des Negativ-Rankings – gleich hintern den Gelsen (für meine deutschen Besucher: Stechmücken) die Wespen. Unvorsichtiger Weise über Nacht zurückgelassene Reste des Grillabends sorgten jedoch für eine erfreuliche Basis, diesen lästigen Viechern auch mal mit dem Makro zu Leibe zu rücken:

Wespe

Wespe auf Nahrungstransport

Bei dem unteren Foto finde ich zwei Dinge erwähnenswert: Zum einen das Stück Hühnerfleisch, welches die Wespe rechts oben im Bild gerade eben abtransportiert. Auf diese Weise höhlten Sie im Laufe der Zeit das ordentliches Loch aus, das man im Hintergrund sieht! Zum anderen, dass der Unterteil des Wespenkörpers hier so aussieht, als ob er wirklich nur noch an einem dünnen Faden am Rest des Körpers hängt, wenn überhaupt!

So lästig sie auch sind: So nah betrachtet finde ich sie eigentlich schon wieder schön, mit ihren scharz/gelb/grünen(!) Körpern. Abgesehen davon hat mich auch in meinem Leben noch nie eine gestochen…

Auch diese Aufnahmen natürlich mit dem 100mm Makro, diesmal aber mit Ringblitz / ISO 200 / f14.

Zum Abschluss wieder zu einem Zeitgenossen, der allgemein als eher sympathisch eingestuft wird. Nun, von mir jedenfalls! :-)

Spatz I

Spatz II

Wie man sieht: Auch hier ist Futter im Spiel, selbiges wurde jedoch in diesem Fall gleich vor Ort verspeist (anders als bei den Wespen, die alles brav zu ihrem Nest brachten), und außerdem ganz freiwillig und bewusst vom Terrassen-Hauptbenutzer (als solchen sehe ich mich trotz Tierinvasion immer noch ;-) ) zur Verfügung gestellt!

In diesem Fall kam mein Sigma 70-200 + 1.4 Konverter zum Einsatz, natürlich voll am Anschlag bei 280 mm. Das erste Bild bei ISO 400/f4.5, das zweite bei 3200 ISO/f16. Man sieht deutlich die größere Tiefenschärfe auf dem zweiten Foto.

Aug
04
Posted by Klaus at 1:50 pm

.. und sterben würde ich nicht unbedingt wollen! Doch eine tolle Stadt ist es allemal, und obwohl ich – Insider wissen Bescheid ;-) – mittlerweile schon viel mehr die Fotografie von Menschen im Kopf habe, habe ich mir mit diesen 3 Tagen in Rom einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Denn so oft hatte ich schon von Rom als Paradies für Fotografen gehört! Wie so oft, wenn man sich Großes vornimmt, ist das Ergebnis dann doch nicht ganz so groß, wie man sich erhofft hatte. Keine Fotos von Rom, welche die Welt in Erstauen versetzen werden, schade aber auch! Doch ich denke einige ganz nette Aufnahmen sind mir doch gelungen, und auch die Videofunktionen meiner 5D Mark II kamen einigen Male erfolgreich zum Einsatz. Nach der Ankunft am Hauptbahnhof mit dem Airport-Train entschied ich mich, trotz des Gepäcks, das ich zu schlepppen hatte (hielt sich mit einem Trolley und einem Rucksack aber eh in Grenzen) gleichmal zu Fuß Richtung meines Hotels zu gehen, um die Stadt schon ein wenig kennen zu lernen. Recht schnell musste ich jedoch einsehen, dass dies bei windstillen > 30° eine nur bedingt gute Idee war, und flüchtete dann doch in die (klimatisierte!) U-Bahn Linie A (Linie B ist, wie sich später herausstellte, leider nicht klimatisiert). Mein Hotel lag rund 10 Gehminuten von der U-Bahn entfernt, von dort nochmal 10 Minuten waren es zum Petersdom. Ich hatte also einen sehr guten Ausgangspunkt, um die Innenstadt zu erkunden. San Pietro in Vaticanowar dann auch mein erstes Ziel:

Petersdom Innenansicht

Es war um die Mittagszeit, als ich im Dom war, was zwei angenehme Nebeneffekte hatte: Zum einen konnte ich der Hitze entfliehen – im Dom war es angenehm kühl – und zum anderen kam es durch die hoch stehende Sonne zu einem Lichteinfall in einer der Kuppeln, welcher wohl nur zu dieser Tageszeit möglich war. Ich konnte daher einfagen, wie die Lichtstrahlen, zerteilt durch die Gitterstäbe der Fenster, in den Dom eindrangen:

Lichtstrahlen in Kuppel

Technisch ist dieses Foto alle andere als perfekt: Am Blickwinkel hätte ich durchaus noch etwas “feilen” können. Das Licht in der Kuppel ist hoffnunglos überstahlt, der Innenbereich dafür großteils im Dunkeln. Der Kontrastumfang dieses Motivs war einfach zu groß, um mit einer einzelnen Aufnahme erfasst werden zu können – mehr dazu nochmal etwas später in diesem Eintrag, und ausführlicher in einem der nächsten Einträge zum Thema HDR-Fotografie!

Außerdem hatte ich kein Stativ auf die Reise mitgenommen (genaugenommen “nur” meinen Gorilla Pod, der sich aber noch als enorm nützlich herauststellte), ich wollte mir das Schleppen eines Dreibeinstativs ersparen. Somit erofolgte diese Aufnahme freihand, mit ISO 3200 (NeatImage musste somit noch ein wenig zum Entrauschen herhalten, auch wenn die 5DII grundsätzlich ausgezeichnete Qualität auch bei hohen ISO bietet). Für mich ist das – trotzdem, oder gerade deswegen – ein schönes Beispiel dafür, dass ein Foto nicht immer “perfekt” sein muss: Wäre ich nicht ausgerechnet zu dieser Tageszeit im Dom gewesen, auf meinem Trip in Rom, mit meiner Kamera, und hätte ich nicht zufällig nach oben geblickt – dann würde es dieses Foto nicht geben. Wie vergleicht man nun den Wert eines technisch nicht perfekten Fotos mit einem, das schlicht nie gemacht wurde?

Brücke über den Fiume Tever

Römische Klischees

Für alle, die noch nicht in Rom waren: Das Klischee der Fahrer diverser 2- und 4-rädriger Gefährten, für die eine rote Ampel bestenfalls eine Empfehlung darstellt, stimmt! Wobei es in den letzten Jahren aber angeblich besser wurde, da die Strafen empfindlich erhöht wurden. Und so habe ich real tatsächlich nur einmal erlebt, dass jemand bei rot die Straße querte (dafür etliche Male, wie das Fahrzeug ungeduldig langsam immer weiter Richtung Kruezungsmitte “geschoben” wurde…). Der Fahrer entschuldigte sich im Zuge dessen artig bei mir, da er recht knapp vor mir vorbeifuhr – ich querte gerade die Kreuzung, bei einer langweilig grünen Ampel. Fand ich amüsant, und ich nahm es gelassen, was generell die beste Einstellung im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr dort ist. Und wenn man ein gesundes Mittelmaß aus Selbtsicherheit und Vorsicht walten lässt, kann man sich recht problemlos in den – trotz aller Hektik erstaunlich reibungslosen – Verkehr einfügen. Warten, dass jemand stehen bleibt, wenn man einen ungeregelten Schutzweg überqueren möchte, ist allerdings keine gute Idee – da würde ich wohl noch heute irgendwo rumstehen und warten…! :D

Ein wirkliches Problem sind die Parkplätze, es gibt schlicht viel zu wenige davon! Was dazu führt, dass Autos einfach in 2. Spur abgestellt werden. Ich habe in den drei Tagen etliche Male miterlebt, wie Leute verzweifelt hupten, riefen, suchten – weil ihr geparktes Auto auf diese Weise hoffnungslos zugeparkt war, und sie nicht wegfahren (bzw. nichtmal einsteigen) konnten! Die Begründung “war zugeparkt” fürs zu spät kommen steht in Rom sicher ganz weit oben auf der Liste!

Nebeneffekt ist, dass der Smart dort sehr weit verbreitet ist! :-)

Smart & Smart & Smart & Smart

Abseits der U-Bahnen war ich nur zu Fuß unterwegs. Die Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind überschaubar – wenngleich, ein klein wenig weniger Hitze wäre schon angenehm gewesen… ;-)

Eben auf Grund dieser Hitze spielte sich das Leben am intensivsten überall dort ab, wo es Wasser gab – wie natürlich z.B. auch beim Fontana di Trevi:

Menschenmassen beim Fontana di Trevi

Nehmen, wie es kommt… Typische “Sightseeing-Tours” wie diese haben aus fotografischer Sicht einen großen Nachteil: Es ist zwangsläufig so, dass man nicht an allen Orten zu Zeiten sein kann, an denen das Licht fürs Fotografieren optimal ist. Außer man nimmt sich wirklich sehr, sehr viel Zeit, und sucht Orte mit schönen Motiven unter Umständen sogar mehrmals auf, wenn das Wetter an einem Tag mal nicht so mitspielen sollte. Grundsätzlich hatte ich großes Glück: An allen drei Tagen war (beinahe) strahlend schönes Wetter, mit wolkenlosem Himmel (was für Sonnenuntergänge eher ein wenig fad ist, doch auch hier hatte ich Glück – doch dazu etwas später mehr). Es gab für mich ein bereits im Vorfeld ausgewähltes Ziel, für welches ich mir die späten Nachmittagsstunden reserviert hatte, wenn das Licht bekanntlich ideal ist für Landschaftsaufnahmen – und zwar das Forum Romanum.

Forum Romanum, im Hintergrund das Kolloseum

Ich sag’s, wie’s ist: Wer ein wirklich schönes Foto von diesem Berech sehen will, der schaut ins deutschsprachige Wikipedia! Hier ist ein Foto aus einem Bereich aufgenommen, in dem ich leider nicht war – ging sich zeitlich nicht mehr aus. Die Sonne hatte ich bei diesem Foto im Rücken – wie es ja auch gut ist. Dummer Weise lag auch der größte Teil des Forum Romanum hinter mir! Ich hätte also noch meinen Standort verändern müssen, doch dazu war es eben leider schon zu spät. Somit ist dieses Foto “nett” – aber nicht mehr. Und obwohl ich natürlich noch mehr Fotos dort machte – die Ausbeute blieb bescheiden. Der Abend war diesig, das Licht nicht so ideal, wie ich es erhofft hatte, und überhaupt… wie am Beginn dieses Eintrags bereits erwähnt, wenn man sich Großes vornimmt, ist auch die Chance recht groß, dass man am Ende eher enttäuscht wird. Kolosseum Eines war klar: Ein Aufenthalt in Rom war denkunmöglich, ohne das Kolosseum besucht zu haben – war somit eines meiner Ziele des zweiten Tages:

Kolosseum

An dieser Stelle ein Tipp an alle, die ihrem ersten Besuch in Rom noch vor sich haben: Es gibt einen sogenannten “Rome-Pass”, ich erhielt meinen beim Kauf des Tickets für den Zug vom Flughafen in die Stadt. Beinhaltet 3 Tage alle öffentlichen Verkehrsmittel, und neben einer Fülle an Museen auch den Eintritt ins Kolloseum und Forum Romanum (konkret sind die ersten zwei Besuche in eine der enthaltenen Sehenswürdigkeiten im Preis enthalten, für alle weiteren ist der Eintritt dann ermäßigt). Und, essentiell: Einen Stadtplan von Rom (in Kartenform – viel, viel praktischer, als der Buchplan, der in meinem Reiseführer enthalten war!) Somit war ich also auch im Kolloseum drin, und während ich natürlich schon unzählige Fotos der Außenansicht gesehen hatte, hatte ich keine Ahnung, wie es eigentlich innen aussieht (was natürlich nicht daran lag, dass es davon keine Fotos gab…). Nun, so:

Kolloseum

Es ist ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, und ich bin froh, dass ich nicht nur daran “vorbeigegangen” bin! Kitsch am PincioZum Abschluss gibt’s noch was richtig schön kitschiges: Ich bin meinem Reiseführer gefolgt, der mir da sagte: “Es gibt wohl kein römisches Liebespaar und keinen Touristen, der nicht einmal den Sonnenuntergang vom Pincio aus genossen hat.” Nun – Recht hatte er! Sowohl bezüglich der Liebespärchen ;-) als auch bezüglich des Sonnenuntergangs. Es war der einzige Tag, an dem sich des Abends ein paar (harmlose) Wolken bildeten, die einem Sonnenuntergang ja erst die notwendige Dynamik geben:

Sonnenuntergang am "Pincio"

Und wer nach diesem kitschigen Abschluss noch immer nicht genug hat: Noch ein paar Fotos mehr gibt es in der Gallerie bzw. im Projekt “Rom 2009″!