Mal wieder Neues zu meinem absoluten Lieblingsthema – dem wunderbaren österreichischen Gewerberecht. Wobei, “neu” wohl leider nicht stimmt. Denn kritische Stimmen gibt es schon lange, und wird es immer geben, doch ob es tatsächlich mal zu einer Novelle kommt, die ihren Namen auch verdient? Die Hoffnung stirbt zwar bekanntlich zuletzt, doch allein mir fehlt der Glaube…
Eine, die davon ein Lied singen kann, ist Rita Newman, eine der arriviertesten heimischen Fotografinnen. Die Kunstgeschichte-Absolventin hat zahlreiche Preise eingeheimst, fotografiert für große Unternehmen ebenso wie für die öffentliche Hand. Vor einiger Zeit, so erzählt sie erbost, wurde ihr angeboten, in einem großen Museumsprojekt einen Stand für Besucherfotografie zu entwickeln. Voraussetzung dafür: ein Gewerbeschein – der wiederum nur mit Meisterprüfung zu bekommen ist. Von der Innung erhielt sie die mündliche Zusage für eine Ausnahmeregelung, nahm darauf prompt einen Kredit über 80.000 Euro auf – und wartete danach demütig auf das heiß begehrte Papier. Allerdings: In der Innung wollte sich plötzlich niemand mehr an die Zusage erinnern. Das Projekt wurde abgeblasen, ein halbes Jahr Arbeit und ein Haufen Geld waren dahin. „Ich habe eine große Wut auf diese Art des Denkens“, sagt Newman. Was ihr nicht zu verdenken ist.
Ein kleiner Auszug aus diesem Trend-Artikel, den ich soeben entdeckt habe. Lesen und wundern (oder ärgern, sofern ebenfalls selbst betroffen…)